{"id":1351,"date":"2026-06-18T16:18:47","date_gmt":"2026-06-18T16:18:47","guid":{"rendered":"https:\/\/frc.co.at\/details-zur-neuen-paketsteuer\/"},"modified":"2026-06-18T16:18:47","modified_gmt":"2026-06-18T16:18:47","slug":"details-zur-neuen-paketsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frc.co.at\/en\/details-zur-neuen-paketsteuer\/","title":{"rendered":"Details zur neuen Paketsteuer"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung plant die Einf\u00fchrung einer neuen Abgabe auf Paketzustellungen im Versandhandel. Nach dem derzeitigen Begutachtungsentwurf soll ab dem 1.10.2026 eine Paketsteuer in H\u00f6he von \u20ac 2,00 erhoben werden.<\/p>\n<p>Die Steuer soll auf <strong>Paketzustellungen innerhalb \u00d6sterreichs<\/strong> erhoben werden, sofern diese <strong>im Rahmen von Versandhandelsums\u00e4tzen<\/strong> erfolgen. Als Paket gelten Postsendungen dann, wenn sie zumindest einen Gegenstand enthalten, der Teil eines Versandhandelsumsatzes ist, weshalb z.B. Essenslieferservices nicht betroffen sind. Es spielt keine Rolle, ob die Waren aus \u00d6sterreich, einem anderen EU-Mitgliedstaat oder einem Drittland versendet werden. Ausschlaggebend ist, dass die Zustellung des Pakets in \u00d6sterreich erfolgt.<br \/>Die H\u00f6he der Steuer betr\u00e4gt planm\u00e4\u00dfig \u20ac 2,00 pro zugestelltem Paket, wobei der Einzelwert der Waren je Sendung nicht relevant ist. Alternativ soll betroffenen Unternehmen die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt werden, die Steuer pro Bestellung zu berechnen, sofern die Bestellung zu einer steuerpflichtigen Zustellung f\u00fchrt. Die gew\u00e4hlte Methode ist jeweils f\u00fcr den gesamten Erkl\u00e4rungszeitraum einheitlich anzuwenden. <\/p>\n<p><strong>Nicht erfasst<\/strong> werden nach dem Entwurf Verk\u00e4ufe, bei denen der Kaufvertrag direkt in einem station\u00e4ren Gesch\u00e4ft abgeschlossen wird, auch wenn die Ware anschlie\u00dfend an den Kunden versendet wird.<\/p>\n<p><strong>Steuerschuld, Meldepflichten und Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Steuerschuldner ist der Versandh\u00e4ndler selbst. Erfolgt die Abwicklung der Verk\u00e4ufe jedoch <strong>\u00fcber elektronische Marktpl\u00e4tze oder vergleichbare Onlineplattformen<\/strong>, kann die Steuerschuld unter bestimmten Voraussetzungen auf den Plattformbetreiber \u00fcbergehen. In diesen F\u00e4llen wird die Plattform steuerlich so behandelt, als h\u00e4tte sie die Versandhandelsums\u00e4tze selbst ausgef\u00fchrt.<br \/>Besondere Bedeutung kommt dem Zeitpunkt der <strong>Entstehung der Steuerschuld<\/strong> zu. Diese soll bereits mit der Annahme der Zahlung f\u00fcr den jeweiligen Versandhandelsumsatz entstehen und nicht erst mit der tats\u00e4chlichen Zustellung des Pakets. Selbst wenn die Ware nach erfolgter Lieferung retourniert oder der Kaufvertrag r\u00fcckabgewickelt wird, bleibt die bereits entstandene Steuer bestehen.<br \/>Die Paketsteuer soll viertelj\u00e4hrlich \u00fcber FinanzOnline gemeldet werden und die Entrichtung sp\u00e4testens bis zum Ende des Folgemonats erfolgen. Die Abgabe einer Jahressteuererkl\u00e4rung ist nicht vorgesehen. Unternehmen ohne Sitz, Gesch\u00e4ftsleitung oder Betriebsst\u00e4tte innerhalb der EU bzw. des EWR sollen zudem verpflichtet werden, einen inl\u00e4ndischen Fiskalvertreter zu bestellen.<\/p>\n<p>Da die geplanten Regelungen derzeit erst im Begutachtungsentwurf vorliegen, bleibt die endg\u00fcltige Gesetzwerdung abzuwarten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung plant die Einf\u00fchrung einer neuen Abgabe auf Paketzustellungen im Versandhandel. 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