{"id":1299,"date":"2025-12-18T12:40:46","date_gmt":"2025-12-18T12:40:46","guid":{"rendered":"https:\/\/frc.co.at\/weiterverrechnung-von-kosten-in-der-umsatzsteuer\/"},"modified":"2025-12-18T12:40:46","modified_gmt":"2025-12-18T12:40:46","slug":"weiterverrechnung-von-kosten-in-der-umsatzsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frc.co.at\/en\/weiterverrechnung-von-kosten-in-der-umsatzsteuer\/","title":{"rendered":"Weiterverrechnung von Kosten in der Umsatzsteuer"},"content":{"rendered":"<p>In der Unternehmenspraxis stellt sich h\u00e4ufig die Frage, wie die Weiterverrechnung von Kosten umsatzsteuerlich zu behandeln ist. Dabei ist zu kl\u00e4ren, ob eine Weiterverrechnung umsatzsteuerpflichtig ist und \u2013 falls ja \u2013 welcher Steuersatz anzuwenden ist.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist entscheidend, ob die weiterverrechneten Kosten Teil des Entgelts f\u00fcr eine erbrachte Leistung darstellen oder ob sie als durchlaufende Posten zu qualifizieren sind. <\/p>\n<p><strong>Weiterverrechnung als Teil des Entgelts f\u00fcr eine erbrachte Leistung<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatzsteuer unterliegen alle Vorg\u00e4nge, die auf einem Leistungsaustausch beruhen. Ein Leistungsaustausch setzt voraus, dass eine Leistung und eine Gegenleistung erbracht werden. Dies ist auch dann gegeben, wenn der Unternehmer f\u00fcr seine Leistung lediglich ein Entgelt in H\u00f6he der Selbstkosten weiterverrechnet. Daher spielt die H\u00f6he des Entgelts keine Rolle f\u00fcr die Einordnung als Leistungsaustausch.<br \/>Weiterverrechnete Kosten, die als \u201e<strong>unselbstst\u00e4ndige Nebenleistung<\/strong>\u201c zur Hauptleistung zu werten sind, werden umsatzsteuerlich gleich wie die Hauptleistung behandelt. Umsatzsteuerlich <strong>gilt dann f\u00fcr die Nebenleistung derselbe Steuersatz wie f\u00fcr die Hauptleistung<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Beispiel<\/strong><br \/>Ein Unternehmer verrechnet im Rahmen einer Beratungsleistung zus\u00e4tzlich noch Kilometergeld an seinen Kunden weiter. Auch wenn es sich hierbei nur um Selbstkosten handelt, unterliegt das Kilometergeld dem gleichen Steuersatz wie die Beratungsleistung. Wichtig ist, dass die Umsatzsteuer korrekt vom Nettobetrag der weiterverrechneten Kosten berechnet wird. Unterliegt die Hauptleistung beispielsweise dem Steuersatz von 20%, gilt dieser Steuersatz auch f\u00fcr alle damit verbundenen Nebenleistungen. <\/p>\n<p><strong>Durchlaufende Posten<\/strong><\/p>\n<p>Durchlaufende Posten sind Betr\u00e4ge, die ein Unternehmer lediglich <strong>im Namen und f\u00fcr Rechnung eines anderen Unternehmers vereinnahmt oder verausgabt<\/strong>. Zwischen dem vereinnahmenden Unternehmer und dem Kunden besteht in diesem Fall kein eigener Leistungstausch. Die Betr\u00e4ge geh\u00f6ren daher nicht zum Entgelt und unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Durchlaufende Posten sind beispielsweise Orts- und Kurtaxen, Rezeptgeb\u00fchren und Gerichtsgeb\u00fchren.<br \/>Durchlaufende Posten m\u00fcssen nicht zwingend auf der Rechnung ausgewiesen werden. Sofern sie auf der Rechnung angef\u00fchrt werden, muss klar erkennbar sein, welche Betr\u00e4ge der Unternehmer f\u00fcr eigene Leistungen und welche er im Namen eines anderen Unternehmers vereinnahmt bzw. verausgabt hat.<br \/>Wichtig ist, dass die <strong>Weiterverrechnung immer netto<\/strong> erfolgt, da f\u00fcr die durchlaufenden Posten keine Umsatzsteuer veranschlagt wird. Erfolgt jedoch eine gemeinsame Ausweisung der eigenen Leistungen und der durchlaufenden Posten als Gesamtsumme und <strong>wird die Umsatzsteuer von der Gesamtsumme berechnet, schuldet der Unternehmer die Umsatzsteuer \u201ekraft Rechnungslegung\u201c<\/strong>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Unternehmenspraxis stellt sich h\u00e4ufig die Frage, wie die Weiterverrechnung von Kosten umsatzsteuerlich zu behandeln ist. 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