{"id":1293,"date":"2025-11-21T14:40:59","date_gmt":"2025-11-21T14:40:59","guid":{"rendered":"https:\/\/frc.co.at\/steuertipps-zum-jahresende\/"},"modified":"2025-11-21T14:40:59","modified_gmt":"2025-11-21T14:40:59","slug":"steuertipps-zum-jahresende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frc.co.at\/en\/steuertipps-zum-jahresende\/","title":{"rendered":"Steuertipps zum Jahresende"},"content":{"rendered":"<p>Der Jahreswechsel bietet der Unternehmensf\u00fchrung eine gute Gelegenheit, manches zu hinterfragen, neue Entscheidungen zu treffen und sich f\u00fcr das n\u00e4chste Jahre optimal aufzustellen.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Steuerrecht sieht f\u00fcr Unternehmer &#8211; abh\u00e4ngig von Branche und erzieltem Jahresumsatz &#8211; diverse <strong>Wahlrechte zur pauschalen Gewinnermittlung<\/strong> vor. Daher macht es Sinn, durch eine Vorteilhaftigkeitsberechnung zu pr\u00fcfen, ob sich die Inanspruchnahme eines solchen Wahlrechts steuerlich rentiert. Neben einkommensteuerlichen \u00dcberlegungen sollte auch der <strong>umsatzsteuerliche Aspekt<\/strong> nicht au\u00dfer Acht gelassen werden, wie etwa Vorsteuerpauschalierungsm\u00f6glichkeiten oder unter Umst\u00e4nden der Wechsel von der Kleinunternehmerbefreiung in die umsatzsteuerliche Regelbesteuerung, etwa wenn gr\u00f6\u00dfere Investitionen get\u00e4tigt wurden, bei welchen unter bestimmten Voraussetzungen ein Vorsteuerabzug m\u00f6glich w\u00e4re.\n<\/li>\n<li>Unternehmer, die Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb erzielen, m\u00fcssen bei \u00dcberschreiten eines Jahresumsatzes von \u20ac 700.000 (zweimalige \u00dcberschreitung, ein \u201ePufferjahr\u201c) oder eines Jahresumsatzes von \u20ac 1.000.000 (einmalige \u00dcberschreitung, kein \u201ePufferjahr\u201c) von der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung auf die Bilanzierung umstellen.\n<\/li>\n<li>F\u00fcr die <strong>Registrierkasse<\/strong> ist mit Ende des Jahres ein signierter Jahresbeleg (Monatsbeleg vom Dezember) auszudrucken, zu pr\u00fcfen und aufzubewahren.\n<\/li>\n<li>Beim <strong>Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/strong> k\u00f6nnen sich steuerliche Optimierungsm\u00f6glichkeiten etwa im Bereich der Ertragsteuer, der Sozialversicherung, der Lohnnebenkosten im Zusammenhang mit Eink\u00fcnften aus einem klassischen oder freien Dienstverh\u00e4ltnis und auch aus Dividendeneink\u00fcnften, sowie der Umsatzsteuer ergeben.\n<\/li>\n<li>F\u00fcr neu angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsg\u00fcter (mit Ausnahmen) kann eine <strong>Abschreibung mit bis zu 30% vom Restbuchwert<\/strong> erfolgen. Die h\u00f6here Abschreibung zu Beginn der Nutzungsdauer f\u00fchrt bei langlebigen Wirtschaftsg\u00fctern in der Regel zu Liquidit\u00e4tsvorteilen, da nach drei Jahren bereits ca. 66% steuerlich abgeschrieben sind. Der Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung ist dann sinnvoll, wenn die lineare h\u00f6her ist als die degressive Abschreibung. F\u00fcr Geb\u00e4ude, die nach dem 30.6.2020 neu angeschafft oder hergestellt wurden, gilt eine beschleunigte Abschreibung.\n<\/li>\n<li>Die Ertragsteuerbelastung kann durch das <strong>Vorziehen von Aufwendungen<\/strong> bei Bilanzierern bzw. durch <strong>Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen<\/strong> bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern unter bestimmten Voraussetzungen beeinflusst werden. Zum Beispiel k\u00f6nnen Aufwendungen\/Zahlungen f\u00fcr Instandhaltungen bzw. Reparaturen von Betriebsgeb\u00e4uden oder Maschinen etc. zur G\u00e4nze als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn sie noch heuer geleistet werden. Einnahmen-Ausgaben-Rechner d\u00fcrfen aber Vorauszahlungen f\u00fcr bestimmte Ausgaben (z.B. Beratungs-, Miet-, Vertriebs-, Verwaltungs-, Zinskosten etc.) nur f\u00fcr das laufende und maximal das folgende Jahr steuerlich sofort abziehen, dar\u00fcber hinaus ist eine Verteilung erforderlich. Weiters sind <strong>regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben<\/strong> jenem Kalenderjahr zuzurechnen, welches sie wirtschaftlich betreffen, wenn sie innerhalb von 15 Tagen vor oder nach dem 31.12. zu- oder abflie\u00dfen.\n<\/li>\n<li>Im Zusammenhang mit dem <strong>Investitionsfreibetrag<\/strong> und dem investitionsbedingten Gewinnfreibetrag ist zu beachten, dass f\u00fcr die Inanspruchnahme dieser Beg\u00fcnstigungen nicht gleichzeitig dieselben Wirtschaftsg\u00fcter verwendet werden d\u00fcrfen. Daher empfiehlt es sich, f\u00fcr jedes Wirtschaftsgut einen entsprechenden Vorteilhaftigkeitsvergleich durchzuf\u00fchren, um zu ermitteln, welcher Beg\u00fcnstigung das Wirtschaftsgut zugeordnet werden soll.\n<\/li>\n<li><strong>Spenden<\/strong> aus dem Betriebsverm\u00f6gen an bestimmte beg\u00fcnstigte Institutionen sind bis maximal 10% des Gewinns des laufenden Wirtschaftsjahres steuerlich absetzbar. Damit derartige Spenden noch im Jahr 2025 abgesetzt werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie bis sp\u00e4testens 31.12.2025 geleistet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hinweis<\/strong><br \/>Ein sorgf\u00e4ltiger Blick auf die jeweilige steuerliche Situation zum Jahresende kann sich lohnen. Viele Ma\u00dfnahmen sind nur dann wirksam, wenn sie rechtzeitig vor dem 31.12.2025 gesetzt werden. Wir empfehlen daher, geplante Investitionen und Ma\u00dfnahmen fr\u00fchzeitig zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls anzupassen. Gerne unterst\u00fctzen wir Sie dabei, individuelle Optimierungsm\u00f6glichkeiten zu identifizieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Jahreswechsel bietet der Unternehmensf\u00fchrung eine gute Gelegenheit, manches zu hinterfragen, neue Entscheidungen zu treffen und sich f\u00fcr das n\u00e4chste Jahre optimal aufzustellen.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-1293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1293"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1293\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frc.co.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}