{"id":1222,"date":"2025-03-19T20:33:15","date_gmt":"2025-03-19T20:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/frc.co.at\/umsatzsteuer-bei-stornos-von-hotelgasten\/"},"modified":"2025-03-19T20:33:15","modified_gmt":"2025-03-19T20:33:15","slug":"umsatzsteuer-bei-stornos-von-hotelgasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frc.co.at\/en\/umsatzsteuer-bei-stornos-von-hotelgasten\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuer bei Stornos von Hotelg\u00e4sten"},"content":{"rendered":"<p>Werden Hotelzimmer kurzfristig storniert oder nicht in Anspruch genommen, m\u00fcssen die G\u00e4ste oftmals dennoch das Zimmer bezahlen oder Stornogeb\u00fchren leisten. Von den Tourismusbetrieben sind die umsatzsteuerlichen Konsequenzen solcher Entgelte zu beachten.<\/p>\n<p>Leistungen eines Unternehmers sind nur dann umsatzsteuerbar, wenn diese gegen Entgelt ausgef\u00fchrt werden, das hei\u00dft wenn der Leistung eine Gegenleistung gegen\u00fcbersteht. Werden vom Kunden Zahlungen geleistet, weil f\u00fcr einen Schaden einzustehen ist (Schadenersatz), f\u00fchrt dies nicht zu einem Leistungsaustausch, weswegen solche Zahlungen nicht der Umsatzsteuer unterliegen.<\/p>\n<p><strong>Umsatzsteuerpflicht von \u201eNo-Show-Zahlungen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Buchen G\u00e4ste ein Zimmer in einem Hotel, nehmen das gebuchte Zimmer \u2013 ohne rechtzeitige Stornierung \u2013 aber nicht in Anspruch (sogenannte \u201eNo-Shows\u201c), werden diesen G\u00e4sten die Kosten f\u00fcr das Zimmer in der Regel dennoch voll verrechnet. Ob derartige No-Shows mit oder ohne Umsatzsteuer zu verrechnen sind, h\u00e4ngt davon ab, ob es bereits zu einem Leistungsaustausch gekommen ist oder ob die Zahlungen vielmehr Schadenersatz darstellen.<br \/>Dabei ist zu beachten, dass laut der Judikatur des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) ein umsatzsteuerpflichtiger <strong>Leistungsaustausch bereits dann vorliegt, wenn der Unternehmer bzw. Hotelier zur Leistung bereit war<\/strong> und lediglich durch Umst\u00e4nde, die der Sph\u00e4re des Bestellers bzw. Gastes zuzurechnen sind, an der Leistungserbringung gehindert worden ist. Hat der Unternehmer bzw. Hotelier aus seiner Sicht alles Erforderliche zur Erbringung der Leistung getan, gilt die Leistung umsatzsteuerrechtlich als ausgef\u00fchrt, sobald der Kunde \u00fcber den Nutzen der Leistung faktisch verf\u00fcgen kann. Die Zahlung unterliegt in einem solchen Fall daher der Umsatzsteuer.<\/p>\n<p><strong>Keine Umsatzsteuer bei reinen Storno Geb\u00fchren<\/strong><\/p>\n<p>Von den \u201eNo-Show-Geb\u00fchren\u201c zu unterscheiden sind <strong>reine Stornogeb\u00fchren<\/strong>. Diese werden meist in Rechnung gestellt, wenn der Kunde ein Zimmer reserviert, dieses jedoch erst nach Verstreichen der kostenlosen Stornierungsfrist storniert. Im Unterschied zu den No-Shows nimmt hier der Kunde somit vor Inanspruchnahme der Leistung eine Stornierung vor. Stornogeb\u00fchren sind laut Finanz <strong>mangels Leistungsaustausches in der Regel nicht umsatzsteuerbar<\/strong>, soweit die Hotelbuchung vor dem Zeitpunkt der Leistungsbereitschaft storniert wird. Dies gilt selbst dann, wenn die Kosten f\u00fcr Vorbereitungshandlungen von den Stornogeb\u00fchren gedeckt werden. Wurde bereits eine Anzahlung f\u00fcr die Hotelbuchung geleistet und verf\u00e4llt diese in Folge als Stornogeb\u00fchr, so ist die gegenst\u00e4ndliche Rechnung durch den Hotelier zu berichtigen. Erfolgt n\u00e4mlich keine Rechnungsberichtigung, wird die in der Anzahlung verrechnete Umsatzsteuer kraft Rechnungslegung geschuldet.<\/p>\n<p><strong>Ertragsteuerliche Behandlung<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl \u201eNo-Show-Geb\u00fchren\u201c als auch Storno-Geb\u00fchren (im Sinne von Schadenersatzleistungen) unterliegen der Einkommen- und K\u00f6rperschaftsteuer.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werden Hotelzimmer kurzfristig storniert oder nicht in Anspruch genommen, m\u00fcssen die G\u00e4ste oftmals dennoch das Zimmer bezahlen oder Stornogeb\u00fchren leisten. 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